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Fussball-WM-Modus

Im jetzigen Austragungsmodus der Fussball-Weltmeisterschaft finden zuerst Gruppenspiele statt. Die ersten zwei Mannschaften kommen weiter, die letzten zwei werden nach Hause geschickt. Auf die Gruppenspiele folgen die Achtel-, Viertel-, Halbfinal-Spiele und zum Schluss das Spiel um den dritten Platz und das Finalspiel.

Dieser Austragungsmodus hat viele Nachteile:

  • Eine Mannschaft kann Glück oder Pech haben und wird in einer starken oder eher schwachen Gruppe ausgelost.
  • In gewissen Gruppen ist die Spannung schon nach zwei Spieltagen raus. Siegreiche Mannschaften sind schon für die Achtelfinals qualifiziert, andere haben schon zwei Mal verloren und können sich nicht mehr qualifizieren. Die dritten Spiele in der Gruppenphase sind oft eine langweilige und bedeutungslose Pflichtübung.
  • Mannschaften scheiden nur wegen einem schlechteren Torverhältnis aus.
  • Es ist eine seltsame Form von Gastfreundschaft, die Mannschaften schon nach drei Spieltagen nach Hause zu schicken.
  • Beim jetzigen Austragungsmodus können Mannschaften, Fernsehstationen und Hotelbetreiber nur für die Gruppenphase planen.
  • Für Millionen von Fans ist die Weltmeisterschaft emotional schon zu Ende, wenn die eigene Mannschaft frühzeitig ausscheidet.
  • Die jetzige Austragungsart führt dazu, dass das Turniertableau immer wieder halbiert wird. Nach der Gruppenphase fährt die Hälfte aller Mannschaften nach Hause. Nach dem Achtelfinal wird wieder die Hälfte aller Mannschaften heimgeschickt, und so geht das weiter, bis von 32 Mannschaften nur noch 4 im Austragungsland bleiben.

Ich hätte an der Fussballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gerne folgende Spiele gesehen: Brasilien - Deutschland, Argentinien - Frankreich, Spanien - Italien, England - Niederlande. Beim jetzigen Austragungsmodus ist das nicht möglich, da ständig Mannschaften den Wettbewerb verlassen mussten. Darum schlage ich einen anderen WM-Austragungsmodus vor.

Neue Regel: Die Weltmeisterschaft wird nach dem „Schweizer System“ ausgetragen.

In dieser Turnierform gibt es keine Gruppenspiele und auch keine Finalspiele. Jede Mannschaft spielt 7 Spiele und keine reist vorzeitig ab. Jeder Mannschaft wird immer ein anderer Gegner zugewiesen. In der ersten Runde werden den starken Mannschaften schwächere zugelost. Nach der gespielten ersten Runde, wird eine Tabelle erstellt.
Für die zweite und alle anderen Spielrunden geht man so vor: Der Mannschaft, die an der Spitze der Tabelle liegt, wird der bestplatzierte Gegner zugewiesen, gegen den sie noch nicht gespielt hat. Der zweitplatzierten Mannschaft wird der nächststärkere Gegner zugewiesen, gegen den sie noch nicht gespielt hat. Somit spielen starke Mannschaften gegeneinander und schwache gegeneinander. Die Mannschaft mit den meisten Punkten gewinnt das Turnier.

Hier ein Beispiel mit nur wenigen Mannschaften:

1. Runde: Starke Mannschaften gesetzt, Gegner ausgelost. Es wurden folgende Resultate erspielt:

Brasilien - Slowenien 5 : 0
Deutschland - Japan 4 : 0
Argentinien - USA 3 : 0
Spanien - Ghana 2 : 0
Frankreich - Honduras 1 : 1

Tabelle nach der ersten Runde

1. Brasilien
2. Deutschland
3. Argentinien
4. Spanien
5. Frankreich
6. Honduras
7. Ghana
8. USA
9. Japan
10. Slowenien

Diese Tabelle dient als Grundlage für die Bestimmung der Gegner für die zweite Spielrunde. Man beginnt mit der erstplatzierten Mannschaft, das wäre Brasilien. Die nächstplatzierte Mannschaft, gegen die Brasilien noch nicht gespielt hat, wäre Deutschland. Somit wäre schon in der zweiten Spielrunde eine Paarung entstanden, die Millionen von Zuschauern begeistern würde. Argentinien bekommt es mit Spanien zu tun. Frankreich hat schon gegen Honduras gespielt, darum lautet der nächste Gegner Ghana. Honduras würde gegen USA spielen und Japan gegen Slowenien.

Nach der zweiten Spielrunde wird wieder eine Tabelle erstellt, die als Basis für die Bestimmung der Gegner in der dritten Runde dient.

Jede Spielrunde umfasst drei Spieltage. Ab der zweiten Runde spielen am ersten Spieltag die schwächsten Mannschaften, am zweiten Spieltag die Mannschaften aus dem Tabellen-Mittelfeld und am letzten Spieltag spielen die stärksten Mannschaften. Das letzte Spiel am letzten Spieltag bestreitet die Mannschaft, die an der Tabellenspitze liegt gegen den zugewiesenen Gegner. So entsteht doch eine Art von Finalstimmung.

Vorteile des Schweizer Systems:

  • Keine Mannschaft reist vorzeitig ab. Alle 32 Mannschaften bleiben bis zur letzten Spielrunde im Austragungsland.
  • Da jede Mannschaft 7 Spiele austrägt, sind die Fans zu Hause bis zur letzten Runde engagiert.
  • Fernsehstationen und Sponsoren können besser planen, da die Heimmannschaft nicht vorzeitig abreist.
  • Da es viel mehr Spiele gibt, kann man auch mehr Eintrittskarten verkaufen, was für das Austragungsland von Vorteil ist. Das Gleiche gilt für die Fernsehwerbung: mehr Spiele bedeuten mehr Zuschauer und damit mehr Einnahmen.
  • Die Hotels im Austragungsland sind besser ausgelastet, da bis zum Schluss alle Mannschaften im Land bleiben.
  • Die Anhänger der jeweiligen Nationalmannschaft bleiben länger im Land und geben somit mehr Geld aus.
  • Am Tag nach dem letzten Spiel können alle Mannschaften an der Schlussfeier teilnehmen.

 

   

 

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